Es war ein schönes Turnier.
Hier mein Turnierbericht:
Das erste Spiel war gegen Roberto, der covert in Harondor spielte. Im ersten Zug begann meine Glückssträhne, die bis zum Ende kaum abreissen sollte. Gegen Schergen spielte ich ein Untoten Hazard, was darauf abzielt so viele Charaktere wie möglich zu tappen, da Schergen mehrere Punkte-Karten pro Runde auspielen müssen um insgesamt mit halten zu können. Durch einen tollen Hazard draw musste Roberto quasi die ersten 2 Runden aussetzen und konnte auch im letzten Zug nicht alles ausspielen was er auf der Hand hatte. Zwar liefen die Ressourcen nicht 100 % gut, aber bei weitem gut genug. 17-34; Gerade so ein 6:0.
Vor dem 2. Spiel hatte ich Respekt, da klar war jetzt kommt was schweres. Und siehe da: Karsten mit einem Balrog Under-Leas squatter. Ein enorm starkes Deck, das aber schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Dies war eines der Decks auf die ich speziell vorbereitet war. Dem hielt Karsten ein Minion-Hazard-Deck entgegen, was gegen mein Deck im Prinzip keinen Stich machen kann (Elben & Maia). Erschwerend kam hinzu, dass seine Startgemeinschaft im ersten Zug den Weg zu den Under-Leas nicht gefunden hat (würfel > 3 !). Dies ermöglichte mir die entscheidenen Hazards zu sammeln. Untote sind böse an den Under-Leas -> Im 2. Zug wurde Umagaur verletzt (AA Stirring Bones + Moon is Dead), die anderen getappt. In den folgenden Runden konnte ich jedes mal Witch-King tappen um aus dem Schattenhort einen Dunklen zu machen -> Die verbleibenden ungetappten konnten nur 1 MP Items spielen...
Obwohl mich meine Würfel nur selten im Stich ließen (Heedless Revelry vs Buthrakaur = 12) musste ich hier ein paar MP lassen, weil ich zwei Heere à 2 Mp verwürfelt habe (Würfel >4). Diesmal knapp keine 6 aber immerhin 5:1.
Im 3. Spiel durfte ich gegen Niko spielen. Im Gewand von Alatar schenkte er mir quasi 6 TP indem er die Snake-Eyes würfelte bei einem Marvels Told cc. Bitter! Während des Spiels hatte er ständig Probleme mit seinem GI und verlor am Ende deshalb viele MP. Er verriet mir nach dem Spiel seine Hazard-Sideboard-Strategie, die völlig falsch war, da mein Deck einen Bluff-Faktor enthält. Daher denke ich hätte ich das Spiel auch so gewonnen, vielleicht aber nicht so deutlich. Trotz 8 oder mehr MP durch besiegte Kreaturen konnte er verständlicherweise nicht mehr viel reißen -> 6:0
An dieser Stelle war der Titel nur noch schwer zu verlieren. Ich stand auf dem 1. Platz mit 17 MP gefolgt von Heiner und Bernd mit 12. Ein 2:4 würde reichen für den Turniersieg. Trotzdem hatte ich noch gehörigen Respekt vor dem letzten Spiel. An der WM hat man gesehen wie viel noch passieren kann und Heiner sollte sein nächstes Spiel tatsächlich 6:0 gewinnen.
Mein nächster Gegner hieß Bernd Brunner. Der österreichische Dauermeister spielte zu meiner Überraschung ein Fallen Saruman Deck, was ja an Turnieren eher selten vorkommt und wenn dann noch seltener vorne mitspielt. Wer sich mit Fallen Wizard ein bisschen auskennt weiß, dass Fallen Pallando vs Fallen Saruman ein ganz schlechtes Match-Up sein kann, da sie oft die gleichen Ressourcen verwenden. V. a. das einzigartige A Strident Spawn ist die Key-Card. In diesem Spiel waren mir die Valar allerdings so hold wie noch nie zu vor. Einem Fallen Wizard! Das muss man sich mal vorstellen! Bernd begann das Spiel und reiste zum Verfallenen Signalturm. Meine Hazards: Cave-Drake, Pukel-Men, Uvatha, DoN, Snowstorm! Wow. Also komm ich an die Reihe und spiel erst mal Pallando und Pallandos Hood! Nun war mir aber meine eigener Snowstorm im Weg. Ein Dark Tryst verhalf mir zum Twilight. Im 2. Zug spielt Bernd einen Sapling, ich protecte einen Haven und spiele A Strident Spawn. Von da an lief das Deck so rund wie es nur gehen kann und ist nur noch mit ganz speziellen Tricks zu stoppen. Bernd kannte so einen Trick!

Glücklicherweise zog er die entscheidenden Karten (immerhin 4 an der Zahl) nicht schnell genug und ich konnte den Rat einberufen mit 6 Heeren + Prophet of Doom im Spiel. In diesem letzten Spiel spielte ich bis auf einen Ill-favoured Fellow alle MP Karten aus, die mein Deck/SB zu bieten hatte und zwar alle bevor Bernd sie spielen konnte. Bernd hatte zu allem Überfluss am Ende keinen White Tree im Spiel und leider auch kein einziges Heer. Ehrlicherweise habe ich ihn völlig unter Wert geschlagen, auch wenn der Punktestand der eindeutigste am ganzen Tag war. So was um die 50:20 -> 6:0.
Über 23 von 24 möglichen TP war ich selbst am meisten überrascht. Die Deckliste werde ich natürlich demnächst preis geben aber erst nach dem Nations Cup.

Mein Preis, war ein wunderschöner "Ring der Menschenkönige". Beim nächsten mal werde ich wohl Minion spielen müssen!
Danke Karsten für die tolle Organisation. Und danke an alle, die gekommen sind. Ich hoffe wir sehen uns an der LURE!!